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Das fugenlose Bad – der richtige Weg, um es selbst zu machen

Haben Sie sich schon einmal überlegt, sich ein fugenloses Bad einzurichten? Das ist eine sehr gute Methode, um ein besonders modernes, aber auch sauberes Bad zu schaffen. Fliesen sind inzwischen nicht mehr wirklich aktuell und können sogar dafür sorgen, dass Ihr Badezimmer kleiner und altmodisch aussieht. Zudem können sich in den Fugen Feuchtigkeit, Schmutz und Schimmel absetzen. Das ist dann nicht nur schwer zu säubern und unhygienisch, sondern kann vor allem zu einer Bedrohung für die Gesundheit werden.

Wenn Sie also bereits von einem fugenlosen Bad überzeugt wurden, gibt es hier für Sie eine kurze Anleitung samt der wichtigsten Daten, die Sie brauchen!

 

Die Grundierung auftragen – Fugenloses Bad

Wichtig ist, dass Sie alle Materialien finden, die Sie benötigen. Neben der eigentlichen Spachtelmischung brauchen Sie zum Beispiel eine entsprechende Grundierung, damit die Mischung auch hält. Grundierungen gerade zu diesem Zweck werden Sie ebenfalls ohne große Probleme finden.

Pinsel brauchen Sie auch, um alles aufzutragen. Ein Heizkörperpinsel eignet sich beispielsweise für die Ecken und für die großen Flächen ist eine Bürste hervorragend. Es geht noch schneller, wenn Sie bei großen Flächen einen Roller benutzen, Sie sollten wirklich keinen Fleck übersehen, damit die Spachtelmischung wirklich überall gut haftet. Außerdem sollten Sie die Seiten mit einem entsprechenden Klebeband abkleben, um für gerade Linien und saubere Arbeiten im vorgesehenen Bereich zu sorgen.

Es dauert dann in etwa zwei bis drei Stunden, bis die gesamte Grundierung getrocknet ist. Vorher sollten Sie noch nicht weitermachen, Sie müssen sich also ein wenig gedulden.

 

Die richtige Spachteltechnik

Farblich haben Sie hier die freie Wahl, denn es gibt entsprechende Mischungen in eigentlich allen Farben und Sie können sich ganz einfach das aussuchen, auf das Sie am meisten Lust haben. Wichtig ist, dass Sie die Spachtelmasse selbst anmischen müssen. Dabei ist die richtige Anmischung natürlich sehr wichtig! Je nach Anbieter wird es da ganz verschiedene Mischverhältnisse geben. Sie sollten sich die Anleitungen also gründlich durchlesen und genauestens befolgen, damit sich die Masse bildet, die Sie brauchen. Eine anständige Mischung beeinflusst unter anderem die Textur und wie schnell Ihre Masse trocknet. Es gibt in der Regel eine Komponente A und eine Komponente B!

Bei dunklen Farben sollten Sie außerdem einen sauberen Pinsel anfeuchten und die Komponente B (in der Regel ist das weißer Zement) von den Rändern entfernen, denn sonst haben Sie weiße Punkte beim Spachteln in der Masse! Außerdem muss alles gut vermischt werden, damit sich keine Klumpen bilden.

Zum Spachteln selbst sollten Sie entsprechendes Werkzeug verwenden. Eine venezianische Glättkelle eignet sich zum Beispiel hervorragend, ebenso eine Außeneckkelle und eine normale und kleine Kelle.

Die Masse muss dann vor allem gleichmäßig und nicht zu dick aufgetragen werden. Die Spachtelmischungen haben eine sehr angenehme Textur, die auch nur dann wirklich herauskommt, wenn Sie die Masse dünn genug auftragen. Dann trocknet sie auch schneller. Gearbeitet wird in mehreren Schichten und der erste Spachtelgang darf auch ein wenig dicker sein als der zweite. Je mehr Textur Sie wollen, desto mehr dürfen Sie sich beim Spachteln austoben – arbeiten Sie nicht nur in eine Richtung, sondern etwas wild und „ohne Plan“, um der Arbeit die schöne Textur zu geben, die Sie sich wünschen.

Es dauert einen Tag, bis alles getrocknet ist und Sie mit dem Schleifen anfangen können. Ein P120 Schleifpapier eignet sich zum Beispiel hervorragend. Die Ecken sollten Sie beispielsweise mit der Hand machen, weil Ihr Schleifer nicht wirklich in die Ecken kommt. Wenn Sie alles einmal abgeschliffen haben, können Sie mit der zweiten Spachtelschicht loslegen.

 

Die Bodenvorbereitung

Am schnellsten geht es, wenn Sie das Material einfach auf dem Boden ausleeren und dann verteilen und verspachteln. Außerdem gibt es dann keine Ansätze. Nach dem Abziehen können Sie alles strukturieren. Der Ablauf ist hier dann dem bei der Wand ähnlich: Sie müssen einen Tag warten, bis Sie den Boden abschleifen können. Danach sollten Sie diesen lackieren. Auch am Boden sollten Sie in den Ecken bei jedem Schritt sehr sorgsam arbeiten, um nichts zu übersehen und einen einwandfreien Look zu garantieren!

 

Lackierung und Streichen

Für die Lackierung müssen Sie in jedem Fall den Siegel (gibt es generell für den Boden oder speziell für Nassräume wie das Badezimmer) mit einem Härter mischen und etwa fünfzehn Minuten vorregarieren lassen, bevor Sie alles noch einmal vermischen und dann zum Streichen benutzen. Hierzu eignet sich wieder ein Roller zum Lackieren und ein Halskörperpinsel, um schnell und sorgfältig zu arbeiten. Am besten sind beide Dinge neu, um keinen Schmutz in die Lackierung zu bekommen.

Wichtig ist generell, dass Sie sich Überziehschuhe anziehen und eine saubere Hose mitbringen, um keinen Schmutz in das Zimmer zu tragen, das sie lackieren wollen. Sie können sogar den frischen Roller einmal mit Klebeband umwickeln und dieses dann wieder abziehen, um eventuelle Fussel schon zu Beginn zu beseitigen. Es ist wichtig, dass davon nichts in der Lackierung landet!

Die Ecken werden mit dem Pinsel bearbeitet, die Flächen mit dem Roller. Sie sollten alles gleichmäßig auftragen und darauf achten, dass die Lackierung nicht zu dick und nicht zu dünn wird. Auch Tropfen auf dem Boden sollten Sie vermeiden, damit sich diese dann am Ende nicht abzeichnen. Die Lackierung können Sie für so sechs Stunden nutzen, bevor Sie eintrocknet. Nach fünf Stunden sollten Sie die Lackierung ein zweites Mal verwenden. Hierbei müssen Sie dann auch nicht Zwischenschleifen! Wenn Sie aber länger als zwei Tage warten, sollten Sie den Lack abschleifen, bevor Sie eine zweite Runde lackieren.

Haben Sie schon einmal ein fugenloses Bad selber gemacht? Wenn nicht, dann sollten Sie es mit diesen Tipps an Ihrer Seite einmal probieren. Ein fugenloses Bad bringt zahlreiche Vorteile mit sich und Sie brauchen gar nicht so viel Erfahrung, um es selbst zu machen.

Wenn Sie also ein modernes und herzliches Bad wollen, das vergleichsweise günstig und in kurzer Zeit gemacht ist, dann sollten Sie sich an einem fugenlosen Bad probieren. Viel Spaß beim Nachmachen!